Trieste

Triest (italienisch Trieste, slowenisch Trst, kroatisch Trst) ist eine norditalienische Hafen- und Großstadt mit 205.194 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2011) an der oberen Adria direkt an der Grenze zu Slowenien. Es ist Hauptstadt der autonomen Region Friaul-Julisch Venetien und der Provinz Triest.

Triest ist Sitz eines katholischen Bischofs. Es besitzt zwei bekannte Observatorien für Astronomie und für Geophysik sowie seit 1924 die Universität Triest. Die Stadt ist Hauptsitz des weltweit tätigen Kaffeeproduzenten illycaffè S.p.A., der Versicherungsgesellschaft Generali sowie des Schifffahrtsunternehmens Lloyd Triestino (ehemals -sterreichischer Lloyd).

Von 1382 bis 1918 gehörte Triest zu -sterreich und war dessen bedeutendster Handelshafen und einer der Kriegshäfen der -sterreichischen Marine sowie Hauptstadt des Kronlandes -sterreichisches Küstenland (Litorale). Hier liegt auch der Pegel, auf den sich Mitteleuropas "Höhen über Adria" beziehen. Nach 1945 wurden die Stadt und ihr gemischtsprachiges Umland von Jugoslawien beansprucht, und sie geriet durch den Ost-West-Konflikt jahrzehntelang in eine geografische Randposition. Die Nachteile der Grenzlage und der Verlust an wirtschaftlicher Bedeutung änderten sich erst 2004 mit dem EU-Beitritt Sloweniens. Kulturell und historisch blieb Triest hingegen auch im 20. Jahrhundert ein Ort des Zusammentreffens von Kulturen, Sprachen, Ethnien und Religionen.

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